Mittwoch, 2. September 2015

Angekommen!

Nach 15 Stunden Flug, einer Übernachtung in der Hauptstadt Lusaka und 13 Stunden Busfahrt sind wir nun endlich am Zielort Kasama angekommen. Mein neues Zuhause für ein Jahr. Die ersten ein bis zwei Wochen verbringen wir im Youth Center, um uns hier zu akklimatisieren und die ersten Wörter in der Lokalesprache Bemba zu erlernen. 

Das Youth Center!

Wie ist dein erster Eindruck von Kasama? Wie sind die Menschen dort? und schmeckt das Essen? Das sind so die ersten Fragen, die bei allen Interessierten aufkommen, um das Ganze mal zusammen zufassen: Alles hier ist sehr trocken, dürr und vieles verbrannt. Die Temperaturen betragen so um die 30 Grad aber es ist durch eine leichte Brise und einer recht frischen Luft doch eine sehr angenehme Temperatur. Die Menschen sind sehr herzlich, gastfreundlich und vor allem respektvoll. Max, als einziger Junge unserer Gruppe erfährt von allen den doppelten Respekt aber auch wir werden überall freundlich empfangen. Sambia hat sein eigenes Zeitverstehen, heißt es, wir treffen uns um zwei, erscheinen die Sambier frühestens um halb drei. Die Frauen hier können wirklich alles auf ihren Köpfen transportieren von 1 1/2 Meter langen Fußmatten über Körbe voll mit Obst. Ich muss zugeben das beeindruckt mich sehr, mal sehen ob ich, wenn ich zurück in Deutschland bin die, im Auftrag von Mama, aufgesammelten Äpfel auf dem Kopf zum Kompost trage? Unser Tag starte meist mit einer eiskalten Dusche also wach bin ich danach auf jeden Fall, sauber maximal für zwei Stunden, es gibt schließlich hauptsächlich Sandwege. Strom funktioniert hier nur am späten Nachmittag und über Nacht, Grundsätzlich ist aber zu sagen Licht und Wasser funktionieren wie sie lustig sind.
Das Essen hier ist vollkommen okay. Ich habe um ehrlich zu sein, mit dem Schlimmsten gerechnet aber es gibt doch neben Nshima auch immer etwas Bekanntes leckeres wie Nudeln, Kartoffeln oder Hühnchen. Schmecken  tut natürlich alles trotzdem komplett anders und mal sehen wie lange ich diesen "Luxus" an Essen noch genießen darf... Bereits am ersten Morgen wurden wir nach dem Frühstück mit einem Glas Wein offiziell begrüßt. Alle waren zunächst sehr zurückhaltend: "Echt jetzt, so früh am Morgen?", "Ich mag kein Wein", "Ich wollte eigentlich in diesem Jahr auf Alkohol verzichten".... letztendlich griffen doch alle aus Höflichkeit zum Glas und waren begeistert von der köstlichen Milde. 
Wir haben am Sonntag bereits den ersten englischen Gottesdienst besucht. Father Martin, der gemeinsam mit uns im Youth Center lebt, nahm uns mit. Er hielt die Messe und hieß auch uns vor allen dort willkommen. Instrumente gab es nicht aber eine Gruppe von Frauen die jedes Lied anstimmten und stimmig machten. Beim Friedensgruß kloppten sich die Leute um uns herum quasi darum, uns die Hand zu geben und auch am Ende wurden wir von vielen Willkommen geheißen.
Es geht uns also allen gut hier und der erste Eindruck ist BAMBUS! 
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen