Samstag, 5. September 2015

Muli shani!

Ja, das sind tatsächlich meine ersten Worte auf Bemba. Ich kann noch nicht viel aber vielleicht beeindruckt es euch ja trotzdem ein wenig. Auch die Menschen hier schauen einen soviel anders an, wenn man nur ein Hallo auf ihrer Sprache kann. Bei einem Supermarktbesuch probierte ich es das erste mal aus: Alle gingen an der Kassiererin mit einem "hello" vorbei, ich sagte "muli shani", was so viel wie "Hi, wie geht´s?" in der Respektform heißt, nur durch diese kleine Begrüßung auf ihrer Sprache zauberte ich der Kassiererin ein Lächeln ins Gesicht. Sofort erzählte sie mir mehr auf Bemba... doof gelaufen, denn das hallo war leider alles was ich konnte!

Generell kann man sagen, dass die Menschen sich hier sehr viel mehr Zeit für einander nehmen und Respekt hier eine große Rolle spielt. Es gibt kaum eine Begrüßung, die nur "Hallo" aussagt, sie beinhaltet im Normalfall immer ein "Wie geht´s", "wie war dein Essen?", "wie läuft es bei der Arbeit?".... und es gibt immer eine Respektform und eine Normalform, für z.B. Kinder gedacht. Auch beim Händegruß gibt es einen bestimmten Respekthandschlag. Bitte und Danke werden hier kaum benutzt, da für die Menschen diese Worte eigentlich in allem bereits integriert sind.
Man erfährt hier ein ganz neues Miteinander, irgendwie schön!
Man beachte die Hände, nicht das 4% Bier!

Gestern besuchten wir den größten Markt in Kasama. Menschen über Menschen, Fischgeruch bzw. für uns leider eher Gestank an jeder Ecke und ein Haufen Augen, die alle nur uns fokussierten. Die Menschen rufen uns von allen Seiten etwas zu, Einige wollen Kontakt zu uns aufbauen, Andere ihr Wahre loswerden. Aber ja, als Weißer hat man alle Aufmerksamkeit auf sich.

Die Gegend hier ist unglaublich vermüllt. Es ist zwar gesetzlich verboten, aber die Menschen schmeißen ihren Müll konsequent auf den Boden. Ich habe auch noch nicht einen einzigen Mülleimer gesichtet. Wenn sich Zuhause der Müll angesammelt hat, wird er in eine Grube geschmissen und verbrannt und Plastiktüten gibt es hier wirklich zu jedem Kleineinkauf. Wir legen viel Wert darauf, die Plastiktüten abzulehnen, wenn wir sie nicht gerade für einen längeren Weg oder als Mülltüte für zuhause benötigen...

Eine Sache wäre da noch, die darf nicht unkommentiert bleiben: Die Sonnenuntergänge, gegen halb sechs, sind hier uuuuuuuuuunglaublich:


1 Kommentar:

  1. Pauline, ganz, ganz schön von dir zu hören! Mach weiter so und schicke viele Bilder! Die Sache mit dem Wein zum Frühstück finde ich übrigens grandios. Ist das jeden Tag so oder nur bei Festlichkeiten? Ich drück dich ganze feste und freu mich auf deinen nächsten Post! Constanze

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