Sonntag, 18. Oktober 2015

Typisch Sambia, typisch Pauline!

Die ganze Woche waren unsere Kids schon am trainieren und am Samstag war es dann endlich so weit: Lasset die Spiele beginnen! Früh morgens trafen sich die Kinder in der Stadt, um in Begleitung von einem Spielmannzug zum Youth Center zu marschieren. Ja der Spielmannzug war tatsächlich mit dem guten alten Ottenhauser oder Sommerseller Musikverein zu vergleichen. Dort angekommen sollten sich unsere Kids dann im Fußball, Netball, Tanzen und Essen beweisen. Antreten sollten sie gegen andere Parishments aus der Stadt. 

Selbstverständlich wurde die Veranstaltung aber erst einmal mit einem Gottesdienst eröffnet. Für uns Weiße waren natürlich Sitzplätze in der ersten Reihe reserviert, obwohl ich den Stehplatz im Schatten bevorzugt hätte. Wir wurden auch noch einmal extra erwähnt und begrüßt vom Priester und durften uns dann eine anderthalbStunden lange Messe auf Bemba anhören und wurden jedesmal von allen Seiten bestaunt und angestarrt, wenn wir alle halbe Stunde unsere Sonnencreme heraus holten und uns sogar damit einschmierten damit wir diesen "Sunburn", von dem die Sambier wahrscheinlich mal irgendwo in einer Zeitung gelesen hatten, nicht bekommen. 

Die ersten Disziplinen waren Fußball und Netball. Netball darf man sich wie Basketball ohne Dribbeln und mit nur einem Schritt mit Ball in der Hand, oder wie Handball mit Körbewerfen vorstellen. In beiden Disziplinen sind die Tetekela-Kids leider in der ersten Runde heraus geflogen... Das Mitleid, was ihr wahrscheinlich gerade für die hartkämpfenden Kids entwickelt habt, dürft ihr mir jetzt auch noch entgegen bringen, denn kurze Zeit später merkte ich, dass mein Handy verschwunden war. Es wurde mir vermutlich aus der Tasche geklaut... Wen wunderts? Hätte ja auch an einem Wunder gegrenzt, wenn Pauline Leifeld ein und das selbe Handy mal für bald ein ganzes Jahr gehabt hätte. Vermutlich war der Handymarkt eh schon kurz vorm Boykott, da sie fast einen der wichtigsten Investoren verloren hätten aber keine Sorge here I am :) 


Da ich erst ein wenig Zeit zum Schmollen und Ärgern brauchte, kam ich etwas verspätet zum Nachmittagsprogramm, wo die Kleinen sich beim Essen und Tanzen beweisen sollten. Ich dachte zumindest ich sei zu spät. Letztendlich haben alle, aufgrund der inzwischen bekannten guten sambischen Organisation, aber nur zwei Stunden rumgesessen und das Warten genossen, ich habe also nichts verpasst. Die Kinder konnten leider auch beim Wettessen nicht punkten aber es war sehr köstlich..........sich das Spektakel anzusehen. Sie sollten ein halbes Weißbrot um die Wette verzehren und hatten als Hilfsmittel eine Cola, um das Brot matschiger zu machen, damit es schneller runter ging. Ja euer aktuelles Kopfkino dürfte der originalen Sauerei ziemlich ähnlich kommen :D 


Aufgrund der Verspätung des Programms, konnten unsere Kinder am Tanzwettbewerb nicht mehr teilnehmen. Es war schließlich schon halb sechs und sie sollten noch im Hellen nach Hause kommen. Ziemlich bedauernd, denn gerade auf das Tanzen hatten sie sich besonders gut vorbereitet und ein Sambier liebt das Tanzen ungefähr so, wie Familie Leifeld den BVB. 


 



1 Kommentar:

  1. Liebe Pauline, wir haben gerade beim Frühstück deine letzten Posts laut vorgelesen und versucht, die Welt aus deinen Augen zu sehen! Danke für diesen Kurztrip nach Sambia am Samstagmorgen ;) Die Videos und Fotos sind wirklich klasse! Und gräm dich nicht allzu sehr über das Handy. Wahrscheinlich ist der Dieb mittlerweile selbst schon zum Beklauten geworden.. Wir sind schon gespannt auf den nächsten Eintrag und senden dir eine feste Umarmung. Constanze & Chris.

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