Montag, 15. Februar 2016

Da sind wa widaa!!

Ein Haufen stolzer Schüler in Uniform begrüßten uns nach unserem Urlaub zurück im Projekt. "Now, I´m a school boy" erzählen sie und platzen dabei halb vor Stolz. Beim Abendessen erzählen die Sisters uns dann, wer schon nach zwei Wochen eine neue Schuluniform braucht, da sie selbst zum Spielen nicht mehr abgelegt wird. Die Schwestern haben vielen unserer Kleinen nun ermöglicht auch eine staatliche Schule zu besuchen, da sie Schuluniform, Schulgeld oder Verpflegung für sie bereitstellen. Uns wurde jetzt jedem eine eigene Klasse zugeteilt. "If Madame Polin won´t give us the ball, let us ask Madame Meret" zieht also nicht mehr. Meine Aufgabe ist es jetzt Grade 1 and 2 auf Unterrichtseinheiten vorzubereiten oder sie nachzuarbeiten. Morgens tanzen mir um die  sechs Schüler auf der Nase rum und Nachmittags kommen ganze drei hungrige, ichhabevielmehrLustaufspielenalsauflernen Kinder. Da ich auch lieber eine Runde Memory auf englisch spiele, als einen Aufsatz an die Tafel zu schreiben, verstehen wir uns super!!

Am ersten Februar stand dann Merets Geburtstag an. Wir hatten schon genau geplant bis 12 Uhr wach zu bleiben, ein Sektchen zum anstoßen war eingekauft, als die Schwestern uns ihren Plan vorhielten: Um sechs Uhr wird in die Kirche gegangen. Naja wer feiern kann, kann auch in die Kirche gehen, so ähnlich hat meine Mutter es damals schon immer gesagt... Am nächsten Morgen wurde nicht nur Meret mit einer Blume beim Frühstück überrascht, sondern auch ich. Da ich an meinem Geburtstag im Januar noch unterwegs war, haben die Schwestern den Tag uns beiden gewidmet. Abends wurden unsere Muzungu-Freunde zum Abendessen eingeladen, es gab für Jede von uns einen Kuchen, es wurde gelacht, getanzt und gefeiert. Zur Krönung gab es dann noch ein Überraschungsgeschenk für uns beide. Ich lasse es einfach mal unkommentiert und ihr lasst euch selbst von der Augenweide verzaubern:


 
Unsere Schwestern sind einfach klasse! Ich bin so froh mit Meret bei ihnen zu sein! Ich fühle mich unheimlich wohl hier! Man war das ein schöner Abend!!!.... Mit diesen Glücksgefühlen ging ich dann zu Bett.

Ach Freunde und was habe ich mich letztes Wochenende über all eure Fashingsfotos gefreut. Da mir aber schon klar war, dass, für mich als Ursteinheimerin, Karneval wahrscheinlich der Höhepunkt meiner Sehnsucht sein wird, sorgten wir für ordentlich Ablenkung: Strand, Sonnenschein, Lake Tanganyika, Lukesbeach! Wurde auch mal wieder Zeit für einen ordentlichen Strandurlaub. Nach einer abenteuerlichen Anfahrt, mit etlichen Anschiebaktionen, um aus Schlammlöchern wieder heraus zu kommen und einem völligen Breakdown zum Finale, der dann einen zweistündigen Fußmarsch mit Sack und Pack und eine Bootsfahrt bei Nacht mit sich brachte, kamen wir dann endlich im Paradies an. Außer einer Wanderung zu den wunderschönen Kalambo Falls, genossen wir die Zeit am einsamen Strand, den wir nur für uns hatten, in der Sonne, die sich in Kasama schon lange nicht mehr blicken ließ, jetzt wo die Regenzeit angefangen hat
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