Sonntag, 10. April 2016

See you!

Aaaaaannd again. Dieses mal stand Brown auf dem Programmplan, das Viertel wo die andere Hälfte unserer Kinder verweilt. Sowohl der Stolz der Kinder, die Begegnungen mit den Menschen, als auch die Wohnverhältnisse waren den Erfahrungen, die wir in Musenga gemacht hatten, sehr ähnlich. Viele von den Musenga-Kindern, die eigentlich am anderen Ende der Stadt wohnen, haben uns begleitet, um dabei zu sein. Keine zwei Minuten war meine Hand mal frei, da sie immer wieder von einem neuen Kind geschnappt wurde. Wenn ein Auto kam, wurde ich vor lauter Sorge von den Kindern von der Straße gerissen. Als ein betrunkener Mann uns verfolgte und nach Geld fragte, bauten die Kinder sich wie Bodyguards vor uns auf. Am Ende wurden wir mit 1000 Umarmungen in die Ferien entlassen... Unsere Kids sind klasse!!


Im letzten Haus, das wir in Brown besuchten, lebt Moses. Moses ist bereits seit vielen Jahren im Tetekela, immerzu in der Preschool-Klasse, niemand weiß so genau wie alt er ist, da seine Mutter sich selbst nicht sicher ist und da er nun eine "Special-Schule" besucht, nehmen auch die Kinder ihn als speziell wahr. Zu seinem Haus mussten wir an einem Platz vorbei, wo es nur so nach Alkohol gestunken hat und angekommen vor seinem kleinen Haus, schickten die Eltern uns wieder davon, da sie krank seien. Die Kinder erzählten mir später, dass sie bloß betrunken waren, unsere Nonnen waren verwirrt, als wir beim Abendessen Berichteten, da sie bisher nie von einem Vater von Moses gehört hatten. Moses schämte sich und wir machten uns schnell davon... Was muss es heißen in solchen Verhältnissen aufzuwachsen? Wer ist jetzt speziell, die betrunkenen Eltern oder der Sohn, der Lernschwierigkeiten hat und trotzdem einer von denen ist, der jeden Tag in der Schule erscheint, der seine Freunde dort schätzt, wie kein Zweiter und das breiteste, stolzeste Lächeln auf den Lippen hat, wenn er einen Fortschritt macht und ein Lob bekommt? Einzigartig speziell!


Madame Charity wird uns verlassen, ein letztes mal noch hoch die Kaffeetassen! Seit acht Jahren hat sie nun im Tetekela gearbeitet, mit einem Höchstgehalt von ca. 60 € im Monat, zu schlechten Zeiten waren es auch mal nur 30€. "Hiervon musste ich Miete und Essen zahlen. Die Liebe zu den Kindern war der Grund, warum ich so lange geblieben bin," erzählte sie uns. Nun möchte sie sich etwas ausruhen und dann an einer staatlichen Schule weiterarbeiten. Nach den Ferien müssen Meret und ich den Laden also zu zweit schmeißen. Ob es die goldenen Monate oder der Bankrott wird, auf jeden Fall weht hier dann ein anderer Wind ;)




Diesen Sonntag hieß es nicht wie gewohnt um halb sieben aufstehen, um dann um sieben Uhr in der St. Annes Catholic Church die Messe zu genießen. Heute wurde ausgeschlafen........ bis um acht. Dann sind wir zusammen mit Frank, dem deutschen Missionar, den wir gemeinsam mit seiner Familie hier in Kasama als wichtige, tolle Freunde schätzen gelernt haben, aufs Dorf gefahren. Jeden Sonntag fährt Frank aufs Dorf, um in der Baptist Church den Menschen den Glauben zu lehren. Was bedeutet es ein Christ zu sein? Wann bin ich ein Christ? und wusstest du schon, dass Christus selbst in uns und durch uns lebt? Die Menschen gehen jeden Sonntag zur Kirche aber wissen oft nicht warum. Die Aufgabe von Frank ist es also, ihnen den Glauben zu zeigen, seinen Nährwert und ihnen zu helfen, den Christus in uns zu finden. So haben wir heute gelernt, dass während das Handy made in China keiner guten Qualität entspricht, wir, made by God, was ganz Besonderes sind! 
 

Am Donnerstag geht es für Meret und mich auf in Richtung Südafrika. Also wo auch immer ich gerade bin, ob auf dem Tafelberg oder am Kap der guten Hoffnung, macht euch keine Sorgen, mir gehts gut! See you!

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