Sonntag, 15. Mai 2016

Back in town!

Paris Adieu! Meine neue Lieblingsstadt heißt Kapstadt!! Eine wunderschöne Küste, aufregende Begegnungen mit Menschen von aller Welt, ein unglaublicher Blick vom Tafelberg aus und Wein, überall Wein. Was will man mehr?


Schon verrückt, dass auch das ein Teil Afrikas ist, den wir da gesehen haben. Angekommen in Johannesburg wollten wir uns ganz selbstverständlich ein Taxi zur Busstation nehmen, bis wir das Schild "Train-Station" lasen. Züge, schon ganz vergessen dass es so etwas gibt auf der Welt. Wir müssen ausgesehen haben wie die letzten Menschen, als wir unsere Kameras herausholten und anfingen den stinklangweiligen Bahnhof zu fotografieren. Als ich am Ende meine Fotogalerie vom Urlaub durchging, war jedes zweite Foto ein Cappuccino mit Milchschaum, ein Körnerbrot mit Käse oder eine Straße mit echten Straßennamen, Hausnummern und Hochhäusern.

Mindestens genauso verrückt ist es aber, wie schnell man in dieses Leben wieder herein kommt. Am dritten Tag ist der Supermarkt mit Käsetheke wieder stinknormal, man ist genervt, wenn es nur noch den Honig-Müsli- und nicht mehr den Double-chocolate-cookie gibt und der Kellner könnte ruhig mal etwas schneller sein mit dem Cappuccino, ist ja kein großer Akt.


Wir hatten eine super aufregende und vielfältige Zeit in Südafrika. Weinverkostung, Quad fahren, Nationalpark am Kap der guten Hoffnung... langweilig wurde uns nicht. Zurück in Sambia, haben wir uns noch mit ein paar anderen Freiwilligen in Livingstone getroffen, um endlich das Wahrzeichen der Nation zu bestaunen, die Victoriafälle. Mit Kameras bepackt und super aufgeregt fuhren wir zu den Fällen. Wahnsinn dieser Ausblick den wir da hatten... dieser Ausblick auf weißen Nebel. Aber ja irgendwo dahinter mussten sie sein, die atemberaubenden Victoriafälle. Wenn zwischendurch mal ein Loch im Nebelfeld war, wurde die Vermutung bestätigt und man konnte einen kleinen Teil dieser fallenden, endlosen Wassermassen sehen. Am Ende der Besichtigung waren wir selbst zu kleinen Wasserfällen geworden, nur das man bei uns eher zu viel als zu wenig sehen konnte.

 

Zurück in Kasama, war eine der ersten Informationen, die wir erhielten, dass unsere Schule eine Woche später eröffnen würde, da die Schwestern nicht genügend Geld haben, um unsere Kinder durchzufüttern. Eine Reise durch Afrika, kann eine Reise durch Welten sein. Dass die Anreise nach Kapstadt fast zwei Tage gedauert hat, war zwar nur die Unaufmerksamkeit von uns, dass wir einen Flug über Nairobi gewählt haben und uns für den Bus von Johannesburg nach Kapstadt entschieden haben aber ja im Nachhinein fühlt es sich tatsächlich so an, als seien diese Länder auf unterschiedlichen Teilen der Welt verankert, verbunden durch nur eine wesentliche Gemeinsamkeit: "Don´t hurry in Africa!"

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