Sonntag, 22. Mai 2016

#nocoffeeinAfrica

Jona postet ein Bild von sich bei Instagram, mit einem Kaffee vom Dönermann. Felix kommentiert, darauf solle er nicht stolz sein, sondern lieber Sport machen, anstatt zum Dönermann zu gehen. Pauline ergänzt auf einen guten Kaffee könne man sehr wohl stolz sein #nocoffeeinAfrica...

80 % aller Konversationen zwischen Meret und mir beinhalten das Thema Kaffee und wie sehr sie sich auf ihren Kaffeevollautomaten und ich mich auf Papas Cappuccino mit Kakaoherz auf dem cremigen Milchschaum freue...

Bei den Skype-Gesprächen mit Merets Eltern kam die Vermissung des guten Kaffees wohl auch öfter zu Wort, so dass ein Paket von Zuhause mit drei Packungen Filterkaffee Kasama erreichte, als es dann zum Geburtstag noch eine Kaffeemaschine von uns dazu gab, fühlte Meret und auch ich, als ihre zufällige Mitbewohnerin (ja die Geschenkidee war komplett selbstlos), uns nahezu wie im Siebtenhimmel...

Ein Besuch bei den deutschen Missionaren und wir hatten den besagten siebten Himmel endgültig erreicht, denn es gab Milchschaum...

Die drei Pakete Kaffee aus Deutschland, waren nach anderthalb Monaten leer. Graue, finstere Tage folgten, der Instantkaffee bot keinen Ersatz...

Auch Familie Leifeld bekam von dem Notstand zu hören und schickte zwei neue Überlebenspakete Kaffee nach Kasama... der gute Faire-Trade-Kaffee... aus dem Einewelt-Laden... eine harmonische Kaffeekomposition, die beste Africa Bohnen aus Afrika und Lateinamerika vereint...
no coffee in Africa?


Kasama ist bekannt für seinen guten Kasama Kaffee. Im Shoprite gibt es ein kleines Regal, wo der Schatz verkauft wird. 80 Kwacha (~ 7,50€) für 500 g. Unsere weißen Missionarsfreunde beglücken uns immer wieder mit einer Tasse von dem leckeren Kaffee. Das Thontree, eine von Weißen geleitete Lodge, ist auch bekannt für die Ausgabe vom Kasama Coffee. Letztens haben wir den Besitzer der Kaffeefarm kennengelernt, Luke ein weißer Sambier...

Sister Mary war die Tage zur Besichtigung auf einer der Kasama Kaffeefarmen. Sie war ganz angetan davon, wie schön sie wuchsen, wie zahlreich, wie hoch, wie prächtig sie waren, die Bananenbäume zwischen den Kaffeebohnen...
#verrückteWelt



Letztes Wochenende war es dann so weit. Schlafsack im Backpack, frisches Brot gebacken als Proviant und Kameras parat... wir fuhren auf die Kasama Kaffeefarm. Ganz nach sambian time machten wir uns um 15:00 anstatt um 9:00 Uhr dann endlich auf den Weg. Im Paradies angekommen besichtigten wir doch ganze 15 Minuten die Kaffeepflanzen, bevor wir uns auf den Weg zu einem nahegelegenen Berg machten, die unendliche Aussicht genossen und anschließend den Abend am Feuer ausklingen ließen. "You knwo how to make a fire?" fragten die Einheimischen uns mit provozierenden Unterton, "of course" antworteten wir vier Mädels und warfen dabei sehr selbstüberzeugt unsere Haare hinter die Schulter... okay das war gelogen, so lange sind meine Haare leider noch nicht gewachsen, um das machen zu können aber wären sie das, hätte ich den Move sicherlich in dieser Situation präsentiert. Ganze 30 Minuten versuchten wir mit vollem Enthusiasmus unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und versuchten etliche Zeltlager und Pfadfinder Erfahrungen revue passieren zu lassen, bevor wir unseren Stolz überwunden und die Jungs um Hilfe baten. Schmunzelnd brachten sie unseren Holzhaufen innerhalb von fünf Minuten zum brennen. Wir genossen einen unglaublich beeindruckenden Sternenhimmel und schliefen die Nacht in einer kleinen Hütte auf Maismehlsäcken. Am nächsten Morgen ging es erstaunlicher Weise, wie ausgemacht um 9:00 Uhr zurück nach Kasama. Doof gelaufen, wir hatten den halben Tag noch eingeplant, um Bohnen pflücken zu gehen... wer geht denn bitte auch davon aus, dass 9:00 Uhr Abfahrt 9:00 Uhr Abfahrt heißt! Nicht einmal ein Kaffee zum Wachwerden nach der "entspannten" Nacht ließ sich auffinden... Resultat: Ein Kaffeearmer aber reichhaltig schöner und lustiger Ausflug zur Kaffeefarm!



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